Das Fundament einer passenden Namenswahl

In den ersten beiden Teilen dieser Beitragsreihe über die eher strategischen Aspekte des Branding Prozesses widmeten wir uns der Markenberatung (Link zur Story) sowie der Markenentwicklung/Branding (Link zur Story). Als Abschluss der Reihe befasst sich dieser Artikel mit der kreativen und auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnittenen Namenswahl (Naming) von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen.

"Die Namenswahl ist nicht nur ein kreativer Prozess."

Einen passenden Namen für ein Neugeborenes zu finden kann schwierig sein. Normalerweise wissen Sie zum Zeitpunkt der Namenswahl noch relativ wenig über die späteren Charakterzüge und Eigenheiten, die Ihren Nachkommen zu der Person machen werden, die er oder sie ist.

Im Branding haben wir es etwas leichter. Wie Sie in den beiden vorangegangenen Kapiteln erfahren haben, starten wir einen Markenfindungsprozess stets damit, dass wir in die Geschichte des Brands eintauchen und darauf aufbauend eine Markenarchitektur erschaffen. Diese umfasst die grundlegenden Eigenschaften und Werte einer Marke sowie feinere Nuancen wie einzelne Charakterzüge und Eigenheiten des Brands.

In diesem Sinne ist die Namensfindung für Marken ein weit wenig kreativer Prozess als sie es für Babys ist. Wir wissen zum Zeitpunkt des Namings, wen wir vor uns haben. Unsere Aufgabe ist es, einen Namen zu finden, der dazu passt.

Beim Namen für Ihr Business dürfen Sie ruhig etwas kreativer sein.

8 Kriterien für grossartige Brand Namen

Im Folgenden haben wir acht Stichworte mit dazugehörigen Fragen festgehalten, die Sie bei der Wahl eines Namens für Ihr Unternehmen, Ihre Produkte oder Dienstleistungen stets im Hinterkopf behalten sollten:

  1. Brand Fit
    Wie fügt sich der Namen in Ihre bestehende Markenarchitektur ein? Passt er zur Ihrer Story, Ihrem Charakter, den Werten und Mitarbeitenden Ihres Unternehmens?
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  2. Fesselnd
    Was löst der Name bei Ihren Kundinnen und Kunden aus? Bleibt er ihnen in Erinnerung?
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  3. Einzigartig
    Geht Ihr Name in einer Liste mit Konkurrenten unter oder sticht er hervor, fällt er auf?
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  4. Zugänglich
    Verstehen Kunden Ihren Namen beim ersten Mal? Können Sie ihn problemlos buchstabieren um Ihr Unternehmen via Google zu finden?
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  5. Langlebig
    Klingt Ihr Name auch in fünf Jahren noch gut? Ist er auch dann noch passend, wenn sich Ihr Unternehmen weiterentwickelt, expandiert?
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  6. Rechtlich abgesichert
    Können Sie den Namen als Marke eintragen? In der Schweiz, in der EU, weltweit? Wie weit reicht der Markenschutz? Sind relevante Domains noch frei?
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  7. Erweiterbar
    Planen Sie Subbrands für Ihre Marke? Wie erweitern Sie den Namen in diesen Fällen? Expandieren Sie ins Ausland? Funktioniert der Name auch in den USA, in China und in Costa Rica?
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  8. Angemessen
    Was verbinden Kunden mit Ihrem Namen? Welche Assoziationen werden bewusst oder unbewusst geweckt? Was taucht bei Google auf, wenn Sie Ihren Namen suchen?
Mit diesen Regeln wird die Namensfindung zum Klax.

Bleiben Sie objektiv.. oder versuchen Sie es zumindest.

Ihr Unternehmen, Ihr Produkt, in das Sie so viel Herzblut hineingesteckt haben, braucht einen Namen. Verständlicherweise ist es da schwer, die eigenen Emotionen und, etwas negativ ausgedrückt, Besitzansprüche, auf die Hinterbank zu verbannen und sich der Namensfindung aus einer objektiven Perspektive zu nähern.

Vielleicht erinnert Sie der vorgeschlagene Namen an einen unliebsamen Bekannten oder Sie möchten Ihrem Ehepartner eine Freude machen und Ihr neues Produkt nach ihm oder ihr benennen. Solch persönliche Abneigungen und Präferenzen sind natürlich aber bitte behalten Sie eines stets im Gedächtnis:

"Der Namen muss nicht in erster Linie Ihnen gefallen."

Der Namen ist Teil des Brandings und hat damit eine klar definierte Aufgabe: Er soll es ermöglichen, eine Brücke zwischen Ihnen und Ihren Kunden zu schlagen. Die Namensfindung sollte daher aus einer möglichst objektiven, funktionalen Perspektive angegangen werden.

Fragen Sie sich, wie der Namen bei Ihren Kundinnen und Kunden ankommt, welche Emotionen er auslöst und welche Erinnerungen er bei ihnen weckt. Wie gut er ihnen im Gedächtnis bleibt und wie einfach er zu buchstabieren ist. Wenn Sie einen Namen gefunden haben, der all diese Kästchen abhackt, dann haben Sie einen Namen, der seinen Job macht. Darauf kommt es am Ende an.

Wenn der Namen Ihren Kunden gefällt wird er auch Sie glücklich machen.

Lernen Sie Ihren Namen lieben

Zum Schluss noch eine Anmerkung: Trauen Sie der Liebe auf den ersten Blick nicht, wenn es um die Namensfindung geht. Den „Aha“-Moment aus Filmen und Serien gibt es im echten Leben eher selten und auch dann legen wir Ihnen ans Herzen, zumindest noch einmal darüber zu schlafen und den Namen am nächsten Tag oder in der nächsten Woche erneut einer nüchternen Betrachtung zu unterziehen. Wenn der Namen gut gewählt ist und auf positives Feedback und hohe Kundenresonanz stösst werden auch Sie ihn lieben lernen. Glauben Sie uns.

Mehr Beiträge wie diesen zu allen Themen rund um Marke, Branding & Design finden Sie auf unserer Story-Seite:

Übersicht

Storys

So bringt Namo Sie weiter

Damit sind wir am Ende dieser kurzen Reihe zur Konzeptphase des Brandingprozesses angelangt (wie erwähnt, finden Sie hier den ersten Teil zum Thema Markenberatung/Storytelling und hier den zweiten Teil zum Thema Markenentwicklung/Branding).

Wenn Sie mehr hierüber erfahren möchten, noch offene Fragen haben oder gleich direkt in das Naming Ihres Unternehmens oder Produkts einsteigen möchten, dann zögern Sie bitte nicht und kontaktieren Sie uns. Wir freuen uns in jedem Fall von Ihnen zu hören.

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